Höferhofer Institut für Gestalttherapie, Beratung und Prävention          © Höferhofer-Institut 2009 Impressum
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  Für Menschen, die sich vorgenommen haben, 2012 etwas für ihre persönliche  Entwicklung zu tun, ihre Träume zu verwirklichen oder sich lang gehegten Visionen  anzunähern, hält das Höferhofer Institut folgende Angebote bereit: Ausbildung zur/zum Geschlechtsbewussten GestaltpädagogenIn, -beraterIn (zweijährig = 192 UE) und GestalttherapeutenIn (vierjährig = 384 UE) mit Zertifikat Kooperationspartnerin: FUMA Fachstelle Gender NRW (fachstelle@gender-nrw.de) Das Einführungswochenende in NRW findet am 28. + 29. Januar 2012 statt. Die Termine der Gestalttherapie-Wachstumsgruppe werden rechtzeitig bekannt gegeben. Beide Gruppen finden wie gewohnt im „Haus Minte“/Neubeginn e.V. in Lüdenscheid (Hbf. Brügge/Westf.) statt. NeueinsteigerInnen und Fortgeschrittene sind gleichermaßen herzlich willkommen.  Geschlechtsbewusste Sexualpädagogik Zusatzausbildung mit Zertifikat Kooperationspartner: Kaiserswerther Seminare (kws@kaiserswerther-diakonie.de) 1. Modul: 27. – 29. Februar 2012, Ort: Kaiserswerth Termine und Informationen zu allen weiteren bundesweiten Angeboten entnehmen Sie bitte unserer Homepage. Anmeldungen sind ab sofort möglich: Ob Supervision, Ausbildung, Analyse oder Psychotherapie – melden Sie sich bei uns. Wir wünschen Ihnen/Euch/Dir ein friedliches Weihnachtsfest und für das Jahr 2012 alles Gute! Heidrun Wendel + Wolfgang Zastrozny + Dozententeam       (Leitung)         (wiss. Beirat) Februarbrief Das neue Jahr hat begonnen und der erste Monat ist schon voruber. Die Tage werden wieder spurbar langer. Das kalte Wetter ladt dazu ein, dass wir uns zu Hause mit einer heisen Tasse Tee unserer Jahresplanung widmen. Wir konnen diese Phase des Umbruchs nutzen, um uns neuen Aufgaben zu widmen und unsere berufliche und personliche Entwicklung weiter zu fordern. Das Hoferhofer Institut bietet in diesem Zusammenhang folgende Seminare an: Noch Platze frei! Gestaltarbeit zum Kennenlernen: .Superstar oder Topmodelg .Ich schame mich nicht dafur, dass ich gerne Castingshows angucke, schlieslich tut das doch jeder zweite in Deutschland.g (Zitat eines 17 jahrigen Madchens, A.-L.) Auf die Frage, ob sie sich selbst einmal bei so einer Show bewerben wurden, haben die meisten Jugendlichen mit einem klaren .NEINg geantwortet. Das Phanomen .Castingshowg lasst sich also nicht so leicht erklaren. Fakt ist aber, dass die Unzufriedenheit nach dem Konsum von diesen (Rollen)bildern (Wohlstand, gutes Aussehen, etc.) steigt bzw. gemessen werden kann (vgl. Studie von Angela Kay Belden). Besonders Kinder/ Jugendliche mit niedrigem Bildungsniveau und/ oder Migrationshintergrund sind hier anfallig(er). Wie konnen nun (sozial)padagogische Angebote/ Projekte eine wirkliche Zufriedenheit mit dem eigenen Korper (-erleben) fordern sowie jungere und altere Madchen/ Frauen ins Gleich-gewicht bringen?! Die Fortbildungsveranstaltung wird uberraschende A-ha-Effekte produzieren, Bewusstheit fordern, Achtsamkeit ermoglichen und ein liebevolles Selbstwertgefuhl als Madchen/ Frau entwickeln, jenseits von vorgegebenen Masstaben und einengenden Rollenerwartungen (.(M)ein Bild fur mich!g) und psychosomatischen Entsprechungen (hier: Korpergewichtsprobleme z.B. Ubergewicht; Heiserkeit; Schilddrusenprobleme). Es geht also weniger um Kopfarbeit (Verstehen), sondern mehr um bewusste Leib-/ Korpererfahrung (Wohlfuhlen, Genussfahigkeit, Abgrenzungsfahigkeit, Spursinn). Dazu braucht es bewusst handelnde MultiplikatorInnen. Geschlechtsbewusste Gestaltarbeit heist: Sich selbst als wichtigstes Instrument padagogischen Handelns zu verstehen und vielfaltige Methoden zu entdecken, die der eigenen Personlichkeit, dem Gegenuber und der augenblicklichen Situation (Hier und Jetzt!) entsprechen als (Top-)Modelle. Die Fortbildung wird lebendig, kreativ und humorvoll sowie prozessorientiert geleitet. Inhalte: . .Wir haben (k)ein Bild fur Heidi und Dieter!g Abschied von Minderwertigkeitsgefuhlen, Neid und Korpergewichtsproblemen hin zu genussvollem Leben, Gleich-gewicht und .Nein sageng konnen (Abgrenzungsfahigkeit z.B. bei Selbstbestrafung durch Drogen; altruistischem Verhalten; .soziale Vampireg erkennen) . Studien, Fakten, Infos etc.; Einfluss von Bildern auf das eigene Empfinden und Verhalten . geschlechtssensible Ziele: Gleich-wertigkeit; Gleich-gewicht und Zufriedenheit verfolgen und ver-wirklichen mit gestaltpadagogischen Methoden (WIE!?) . Partizipation von Madchen/ Jungen zum Thema: Geschlechtergerechtigkeit / ein FILM . Geschlechtsbewusste Projektideen und .entwicklung sowie Vorstellen von erfolgreichen Projekten aus der Praxis (z.B. .ICH bin ICHg) . Fallarbeit und Selbstreflektion Anmeldung/ Ort: IMMA e.V. Kontakt- und Informationsstelle fur Madchenarbeit Jahnstr. 38 80469 Munchen Mail: kontakt.informationsstelle@imma.de www.imma.de Datum : 12.03.-14.03.2012 . 09:30-16:30 Uhr Kosten: 250,00. Referentin: Heidrun Wendel Dipl. Psychologin, anerkannte Lehrtherapeutin fur Gestalttherapie, Leiterin des Hoferhofer Instituts, Lehrbeauftragte in Innsbruck Im Rahmen der Weiterbildung zur Gestaltpadagogin/ zum Gestaltpadagogen zahlt dieses Modul 24 Unterrichtseinheiten von insgesamt 192 notigen UE. Das Fortbildungsseminar eignet sich auch zur Orientierung, zum Schnuppern etc., um die geschlechtsbewusste Gestaltarbeit live kennen zu lernen, die AusbildungsteilnehmerInnen sowie die Ausbildungsleiterin. Noch Platze frei! Geschlechtsbewusste/r SexualpadagogeIn Zusatzausbildung mit Zertifikat Beginn: Februar 2012 Ende: Juli 2013 Leitung: Rainer Neutzling: Modul .Jungen und Sexualitatg. Kolner Soziologe und Buchautor (.Kleine Helden in Notg, .Die Prinzenrolleg u.a.), Verfasser diverser Informationsbroschuren der Bundeszentrale fur gesundheitliche Aufklarung .BZgAg (.Wie gehtfs, wie stehtfs? . Wissenswertes fur Jungen und Mannerg, .In unserer Strase c Jungsgeschichten uber Liebe, Freundschaft, Sex und Aidsg) sowie Redakteur der BZgA-Website www.familienplanung.de. Heidrun Wendel: Modul .Madchen und Sexualitatg und weitere Module. Dipl. Psychologin, Sexualpadagogin und .ausbilderin (Lehrbeauftragte der Uni Innsbruck: Sexualpadagogik mit Kindern und Jugendlichen), Institutsleiterin und Lehrbeauftragte des Hoferhofer Instituts. Fachautorin (.Sexualpadagogische Materialieng, .Madchen LOS! Madchen MACHT!g u.a., Verfasserin diverser Informationsbroschuren der Bundeszentrale fur gesundheitliche Aufklarung .BZgAg: .Pssst! Verhutung sexuell ubertragbarer Krankheiten. Eine Broschure fur junge Leuteg u.a. sowie Mitarbeit bei Radiosendungen (.Gang Bang Partiesg) Lehrfilmen und Lehrkassetten zum Thema geschlechtsbewusste Madchen- und Jungenarbeit. Hintergrunde Mit jeder Lebensgeschichte beginnt auch eine sexuelle Biographie. Von Anfang wird die Sexualitat durch das Prisma der Beziehungserfahrungen wahrgenommen: Wie ist die Liebe beschaffen, die ein Kind bekommt? Tragend, gleichgultig oder klebrig? Erhebend oder erstickend? Seine Erfahrungen mit der Liebe werden bestimmen, wie ein Kind sich zu seinem Korper, seinem Geschlecht und seiner Lust verhalten kann. Von der genitalen Sexualitat der Erwachsenen ausgeschlossen liegt vor jedem Kind ein weites Feld ganz eigener, kindlicher korperlicher Sensationen. Die Sexualitat bringt die Geschlechter zusammen, aber sie trennt die Generationen. So soll es sein. Mit der Pubertat setzt ein langwieriger Prozess der seelischen Trennung von den Eltern ein. Fur Madchen und Jungen ist es dann nicht immer leicht, bisher sehr eng mit dem eigenen Geschlecht verbunden gewesen zu sein und nun plotzlich das andere Geschlecht lieben zu sollen. Neben aller Aufbruchsstimmung erfordert dies von beiden Seiten eine enorme Anpassungsleistung und die Bewaltigung von (Beruhrungs-)Angsten. Wer wissen mochte, wie es pubertierenden Jungen und Madchen mit der Liebe und der Sexualitat geht, erinnert sich am besten an die eigene Pubertat. Sehr wahrscheinlich kommt dann dabei heraus, dass die Scham und die Angst, alles falsch zu machen und nicht normal zu sein, sehr gros waren, dass man gemessen an den hochfliegenden Traumen viel Ernuchterung erlebt hat, die ersten Kusse und Beruhrungen schrecklich unbeholfen waren, das Erste Mal nicht so besonders, aber enorm wichtig war, und dass man glaubte, alle anderen kriegten alles viel besser hin. Trotzdem konnten wahnsinnige Dinge geschehen, die die Welt aus den Angeln hoben... So ist es auch heute noch. Nach den Erkenntnissen einer Wiederholungsstudie der Bundeszentrale fur gesundheitliche Aufklarung (BZgA) uber jugendliches Sexualverhalten kann den 14- bis 17jahrigen Jugendlichen heute anders als noch vor 30 Jahren bescheinigt werden, dass sie in weiten Teilen sehr verantwortungsbewusst mit ihrer Sexualitat umgehen, im Grosen und Ganzen gut uber Verhutungsmittel informiert sind und sich auch vor sexuell ubertragbare Krankheiten zu schutzen wissen. Die meisten Eltern erfullen heute auch im Bereich der Sexualerziehung vorbildlich ihre Aufgaben. Probleme bestehen vor allem noch fur Madchen und Jungen mit Migrationshintergrund: - Gut zwei Drittel aller deutschstammigen Madchen und Jungen finden bei Fragen der Sexualitat in ihren Eltern verstandnisvolle GesprachspartnerInnen. Dies gilt nur fur 48 Prozent der Madchen und nur fur 33der Jungen mit Migrationshintergrund. - 17 Prozent der Madchen mit Migrationshintergrund und 22 Prozent der Jungen haben niemanden (auch keine Freundinnen oder Freunde), mit dem sie im Vertrauen sexuelle Themen bereden konnen. - Ein Viertel der deutschstammigen Jugendlichen und uber 30 Prozent der Jugendlichen mit Migrationshintergrund wurden gern mehr uber Verhutung erfahren. - Entsprechend ist das Verhutungsverhalten der Jugendlichen mit Migrationshintergrund nicht immer optimal: Immerhin 12 Prozent der Madchen und 18 Prozent der Jungen erleben ihr erstes Mal ohne Verhütung. (Deutschstammige Jugendliche beiderlei Geschlechts: 8 Prozent.) Der Sexualerziehung auserhalb des Elternhauses kommt daher nicht nur fur Jugendliche mit Migrationshintergrund eine sehr wichtige Aufgabe zu. Und naturlich gibt es weiterhin Begegnungen mit unerwunschten sexuellen Annaherungen, irritierende Erlebnisse mit Pornographie, Verhutungspannen und grosen Gruppendruck. Nicht zuletzt fehlt es sowohl Jungen als auch Madchen oft an konkretem Korperwissen und lebenspraktischen Informationen etwa uber den weiblichen Zyklus und den fruchtbaren Tagen, die Lebensdauer von Spermien oder uber die ganz normalen anstehenden korperlichen Veranderungen. Oft mussen sie vorgeben, alles bereits zu wissen, und trauen sich deshalb nicht, Fragen zu stellen. Dabei lautet die drangendste Frage nach wie vor: Bin ich normal? Die Ausbildung soll dazu beitragen sicherer im Umgang mit Antworten und Situationen zu werden. Untersuchungen zeigen, dass nach wie vor regelmasige klassische und geschlechtsbewusste Aufklarungsprojekte, sowie kompetente Unterstutzung in situativen, teilweise eskalierenden Situationen (z. B. Gang Bang, sexuelle Gewalt, drohende Zwangsheirat, Entjungferungsanzeigen im Internet) fehlen (vgl. Studie von: R. Winter .Sexualpadagogik in der Jugendhilfeg, 2007). Erreichbare Kompetenzen Die Teilnehmenden: . reflektieren ihre professionelle Identitat als Sexualpadagoge/in . verfugen uber einen individuellen sexualpadagogischen Stil auf Grundlage der individuellen Starken . wenden sexualpadagogische, geschlechtsbewusste Methoden an Inhalte des 1. Moduls: Sexualerziehung mit Kindern; .Von Geburt an (auch einzeln buchbar): . Kindliche Sexualitat . Korper- und Sexualaufklarung . Sexuelle Gewalt und Traumatisierung . Werte, Normen, Regeln, Riten (Lust auf Eskalation) . Nahe, Distanz, Intimitat (wirklicher Kontakt/virtuell) . Sexualitat in Familien . Elternarbeit und Schule (Unterstutzung und Netzwerkarbeit) . Einsatz von Methoden (Spiele/Ubungen) und Materialien/Medien . Ausbildungsuberblick und Entscheidung Beginn: 27.-29. Februar 2012 Weitere Module: Termine: Thema: 18.-20. Juni 2012 Jungen und Sexualitat/ Fallarbeit 24.-26. September 2012 Madchen und Sexualitat/ Fallarbeit 14.-16. Januar 2013 Pubertat/ Projektentwicklung Teil I 22.-24. April 2013 Praventive Arbeit und Projektarbeit Teil II 01.-03. Juli 2013 Sexualberatung/ Peergroup-education/ Projektvorstellung mit Zertifizierung Leistungsnachweis: Projektarbeit Abschluss: Zertifikat .Geschlechtsbewusste/r SexualpädagogeIn Gesamtstunden: 220 (inkl. Literaturstudium/ Projektarbeit) Bildungspramiengutscheine, -schecks und .urlaub sind moglich nach vorheriger Beratung/ Absprache! Zielgruppe/Zugangsvoraussetzungen: Zielgruppe sind Erzieher/innen, Sozialpadagogen/innen, Sozialarbeiter/innen, Lehrer/innen, Psychologen/innen, sonstige Interessierte (z.B. StudentInnen) Weitere Informationen und Anmeldung: Kaiserswerther Seminare Te.: (0211) 409 3000 E-Mail: kws@kaiserswerther-diakonie.de